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Tomorrowland – Das Festival

Am vergangenen Wochenende hat das zweite Wochenende des Tomorrowland Festivals gestartet und ich darf mit voller Stolz sagen, wir waren dabei! 🙂

Doch wie kamen wir an die Karten?

Ich denke jedem wird das Festival ein kleiner Begriff sein. Wenn man sich etwas näher damit beschäftigt liest man nur, dass es fast unmöglich ist an Karten zu kommen. Menschen aus der ganzen Welt reisen an, nur um dieses Festival erleben zu dürfen. Die 400.000 Karten sind meist innerhalb paar Sekunden komplett ausverkauft. So ging es mir dieses Jahr auch wieder. Seit drei Jahren versuche ich nun an Karten für das „Mekka“ der Elektronischen Tanzmusik heranzukommen. Und wie schon gedacht, beim normalen Kartenverkauf hatte ich auch kein Glück. Meine Hoffnung jemals Karten zu bekommen sank immer mehr.

Dennoch registrierte ich mich ein paar Wochen später auf der „Waiting List“. Diese hatte ich per Zufall gefunden und wusste gar nicht, dass es sowas dort gibt. Hier bekommt man nochmal die Möglichkeit auf Karten die nicht bezahlt werden konnten oder die Leute nicht personalisiert haben. Ja, das war es auch schon. Niemand hatte geglaubt, dass das was wird. Doch eines Abends im März lagen mein Freund und ich im Bett, ich zum Glück dieses Mal an meinem Handy, bekam eine E-Mail vom Veranstalter, dass ich nun 20 Minuten Zeit hätte Karten zu kaufen. Anschließend würde der Nächste auf der Warteliste die Möglichkeit bekommen. Ich aus dem Bett aufgesprungen und auf die Homepage gegangen – und tatsächlich. Wir konnten uns Tagestickets kaufen. Für uns sollte es der Samstag 29.07. am zweiten Wochenende werden. Das Bankkonto wurde gecheckt und ich habe noch nie erlebt, dass etwas innerhalb paar Sekunden abgebucht wurde, aber Tomorrowland lässt sich da nichts nehmen. Zack, ehe uns wir versahen hatten wir auch schon die Bestätigung unseres Kaufs per Mail.

Die Kosten für die Karten beliefen sich auf 125€ pro Person.

Die Organisation

Zunächst mussten wir unsere Karten personalisieren. Anschließend hieß es warten. Erst Ende Juni bekamen wir ein Päckchen. Dort waren unsere Armbänder in einem wundervoll gestalteten „Treasure-Case“. Hinten drehte man wie an einer Spieluhr an einem kleinen Rad. Sobald es Vorne geöffnet wurde ertönte eine Melodie und zwei kleine Akrobaten schwingen sich in der Mitte hin und her. An beiden Seiten waren zwei Blätter im Stil von einer Zeitung. Auf diesen standen Infos zur Aktivierung des Armbandes und zum Festival. In einer kleinen Schublade unter den Akrobaten, war das Armband versteckt.

Dieses musste nun auf der Homepage aktiviert werden. Zudem konnten vorab „Pearls“ darauf geladen werden. Das ist die Währung auf dem Festival. Tomorrowland ist komplett Bargeldlos. Alles läuft über die Armbänder und die darauf geladenen Pearls. Ein Pearl sind ungefähr 1,53€. Wir entschieden uns dazu auch im Vorhinein schon Geld auf unsere Bänder zu laden.

Dann stand auch schon der Tag vor der Tür. Wir fuhren mit dem Auto nach Boom. Um ehrlich zu sein, dachten wir, dass dort Chaos herrschen würde, doch ganz im Gegenteil. Kaum Autos waren unterwegs. Die Stadt war abgesperrt und es gab etwas außerhalb sogar normale freie Parkplätze. Dort parkten wir unser Auto und machten uns zu Fuß circa 2km auf den Weg zum Festival Eingang. Dort war dann schon mehr los. Zuerst wurden von jedem die Taschen kontrolliert. Erst durch Polizeihunde, anschließend noch einmal per Hand von Mitarbeitern. Am Eingang zum Festival gab es noch einmal Sicherheitsdetektoren wie sie am Flughafen stehen. Danach gab es dann noch das „Einchecken“ mit seinem personalisierten Armband und schon waren wir drin. Es war ein wundervolles Gefühl! Endlich hatten wir es geschafft! 🙂

Auf dem Festival selbst gab es viele Mitarbeiter die den Überblick behielten. Es gab Einbahnstraßen, damit die Leute sich nicht quetschten und gegeneinander laufen. Insgesamt hat sich die Menschenmasse aber total angenehm verteilt. Ich würde schätzen vom einen bis zum anderen Ende des Festivals sind es gut 2-3km zu laufen. Auf den Wegen waren zahlreiche Anzeigen und Beschilderungen. Sogar jede Bühne hatte ihre Anzeige wer nun auflegt und wer als nächstes kommt. Super gut organisiert!

Das Essen und Trinken

Wer von euch schon mal auf einem Street Food Festival war, kann sich ungefähr vorstellen, wie es dort aussah. Es gab drei große Essen Bereiche mit Tischen, Stühlen und riesigen Blumenblättern als Überdachungen. Drum herum waren Stände aufgebaut. Ich kann euch gar nicht sagen, was es alles zu essen gab, aber es gab ALLES. Von Italienisch, Koreanisch, Belgisch über Hot Dogs, Salate und Wraps bis hin zu Falafel und Frozen Joghurt. Selbst Lidl und Alpro hatten dort Stände und boten verschiedene Sachen an. Die allgemeinen Getränkestände hatten alles das selbe zur Auswahl. Softgetränke, Hochprozentiges in verschiedenen Mischungen und unterschiedliches Bier. Ich habe mich wirklich in das Bier mit Rum Mischgetränk „Cubanisto“ verliebt. Unglaublich lecker!

Dazu kamen noch viele Dessertstände. Ich habe mir zum Beispiel eine Belgische Waffel mit Schokoladensauce gegönnt. Anderswo gab es noch Frozen Joghurt, Eis, frische Smoothies, Bubble Waffles und vieles mehr. Die Stände sind aus den verschiedensten Ländern. Deutschland, England, Belgien, Frankreich &&&.

Zudem gab es neben Essen und Trinken auch noch Merchandising Stände, ein Friseur und ein Tattoostudio. Das war leider restlos ausgebucht 😀

Übrigens! Es gab so viele Stände auf dem Festival, dass man selten für Essen oder Trinken länger als 5 Minuten anstand. Kosten für Essen und Trinken waren voll okay. Ein Bier kostet um die 2 Pearls (3€), Hochprozentiges wie zum Beispiel Wodka mit Energy und Cocktails 6 Pearls (12€), Wasser 2 Pearls (3€) und das Essen lag zwischen 3 – 12 Pearls. Finde ich total in Ordnung für diese Qualität! 🙂

Die Bühnen

Es gab um die 15 Bühnen auf dem Gelände. Ich schreibe extra „um die“, da an jeder Ecke etwas Anderes zu finden war. Zum Beispiel stand vor einer Toiletten-Abteilung ein Fahrrad mit Anhänger wo Festivalbesucher dran konnten und selbst auflegen durften. So süß die Idee!

Ansonsten waren die Bühnen sehr gut verteilt. Manche wirklich versteckt und die Wege dahin waren schon ein Abenteuer. Zum Beispiel lagen Einige auf dem Wasser, wo auf großen Stegen gefeiert wurde. Eine andere Bühne konnte nur durch einen Gang durch den Wald erreicht werden und lieferte eine hammermäßige Atmosphäre mitten im Wald! Es gab Bühnen unter der Erde, in Zirkuszelten und ganzen Hallen. Natürlich nicht zu vergessen – die Mainstage die dieses Jahr wundervoll zu dem Thema „Zirkus“ abgestimmt war.

Es gab kleinere und große Bühnen. Jedoch war nirgendwo Platzmangel. Klar, war es mal zu Zeiten wo sehr bekannte DJs auflegten voll, aber man hatte immer die Möglichkeit, sogar an der Mainstage ganz nach vorne zu kommen! 🙂

Wir entschlossen uns jedoch an der großen Bühne Abends hinten auf dem Berg zu stehen, um einfach die ganze Aussicht genießen zu können und das große Feuerwerk in seiner ganzen Pracht zu sehen!

Dreamville – der Campingplatz

Ihr denkt an einen Festivalcampingplatz? Schmeißt alles über den Haufen. Dreamville könnt ihr euch nicht vorstellen. Eine ganze Stadt mit Wäschereien, Frühstücksmöglichkeiten, Restaurants, Einkaufsmärkten, Friseuren und so viel mehr ist dort aufgebaut. Es gibt sogar eine Ruhezone wo jeden Morgen Yoga angeboten wird. Der ganze Bereich ist mit Springbrunnen, Hängematten und Liegestühlen geschmückt. Und die Bühne die Donnerstags das Opening macht nicht zu vergessen. Alles ist bis ins kleinste Detail geplant und wundervoll umgesetzt. Auf dem Campingplatz läuft alles sehr geregelt ab und man bekommt sogar die Möglichkeit zu schlafen. Denn viel Party wird dort nicht gemacht. Dafür die das Gelände da! 🙂

Sauberkeit wird großgeschrieben!

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie es dort war. Dauerhaft gingen Leute umher entleerten die schönen Mülltonnen, hoben Müll vom Boden auf und kümmerten sich einfach um alles! Selbst die Toiletten waren für ein Festival echt sauber. Und das Beste war ja, dass vor jeden Toiletten-Abteilungen Leute mit Deo standen und dich eingesprüht haben. Dazu gab es Spiegel und kostenloses Haargel. Richtig tolle Idee! 😀

Tomorrowland legt großen Wert auf Umweltfreundlichkeit. Wie gesagt, es gab Mülltrennung und selbst in der Stadt Boom wurden Mülltüten aufgehangen mit der Bitte die Stadt sauber zu halten. Und die Leute hielten sich daran! Besser konnte man es nicht machen.

Mein Fazit

Ich als liebende Technoanhängerin werde diesen Tag nie in meinem Leben vergessen. Ich glaube das Festival ist mit keinem anderen zu toppen. Die Anlagen, die wahnsinnigen Bass lieferten, jede Kleinigkeiten in der Dekoration und Organisation, das ganze Feeling und die Menschen die man dort kennen lernt. Unbezahlbar!

Jedoch muss ich einen kleinen Minuspunkt auch aussprechen. Auf den vielen Wegen gab es öfters ein paar Stolperfallen durch Bodenbeläge die einfach sich überlappten. Da bin ich, besonders Abends, öfters mal gestolpert.

Ansonsten muss ich euch einfach sagen: Wenn ihr die Chance habt, dieses Festival zu erleben – MACHT ES!

Für uns geht es jetzt die nächsten Wochen erstmal noch weiter. Die Nature One, Junggesellenabschied, New Horizons und dann steht auch schon die Hochzeit vor der Tür! 🙂

Anna

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4 Comments

  • Reply
    Melina
    8. August 2017 at 14:59

    Oha, was für mega Eindrücke Liebes! ♥
    Liebste Grüße, Melina
    http://www.melinaalt.de

    • Reply
      Anna
      10. August 2017 at 11:41

      Vielen lieben Dank Melina! 🙂

  • Reply
    Christin Sophie
    11. August 2017 at 12:13

    Oh wie gut das klingt.:) Ich habe leider kein Glück was die Karten angeht. Doch irgendwann werde ich auch mal da sein und hoffentlich auch so ein schönes Erlebnis haben.:)
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Christin Sophie

    • Reply
      Anna
      16. August 2017 at 10:24

      Mit Sicherheit! Einfach niemals aufgeben & irgendwann hat man das Glück! 🙂

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